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Arzt der Armen

Das Fotobuch des Fotografen Andreas Reeg erscheint am 05.07.2017 im Kehrer-Verlag. Auf unserer Homepage können Sie das Buch bereits jetzt vorbestellen.

Das Buch ist für 29,90 Euro im Handel (auch über unseren Verein) erhältlich. Wenn Sie direkt über unsereren Verein bestellen, erheben wir eine Versandkostenpauschale von 5,00 Euro. Sollten die tatsächlichen Versandkosten unter diesem Pauschalbetrag liegen, unterstützen Sie mit dem Restbetrag die Arbeit unseres Vereins.

Details zum Buch:

Autor: Andreas Reeg
Titel: Arzt der Armen
Herausgegeben von: Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Texte: Christoph Butterwegge, Gerhard Trabert, Robin Trabert
Gestaltung: Louisa Galow, Andreas Reeg
Einband: Festeinband, 17 x 24 cm, 96 Seiten, 40 Farbabbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86828-801-8
Preis: Euro 29,90
Veröffentlichungsdatum: 05.07.2017

Der Kehrer-Verlag über das Buch:

Bewegende Fotoserie über einen Mainzer Arzt, der seit über 20 Jahre arme und obdachlose Menschen medzinisch versorgt

Arme Menschen sterben früher. Die Mortalität von Armut betroffener Menschen in unserer Gesellschaft ist deutlich erhöht. 31 Prozent der von Armut betroffenen Männer erreicht nicht das 65. Lebensjahr. Armut bedeutet demnach nicht »nur« geringere gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten, Armut bedeutet in einem der reichsten Länder der Erde früher sterben zu müssen. Krankheit macht arm, und Armut macht krank. Diesen Teufelskreis will der Arzt Prof. Dr. Gerhard Trabert durchbrechen und behandelt in Mainz und Umgebung seit 20 Jahren arme und wohnungslose Menschen. Mit viel Wertschätzung begegnet er seinen Patienten, die sich, selbst wenn sie versichert sind, aus Angst vor Stigmatisierung oft nicht zum Arzt trauen. Etwa 18.000 Menschen leben in Deutschland auf der Straße und 90 Prozent davon bräuchten dauerhaft ärztliche Hilfe, schätzt Trabert. Andreas Reeg begleitete den Arzt und seine wohnungslosen Patienten drei Jahre. Entstanden ist ein Fotoprojekt, das zum Hinsehen auffordert und das den Begriff der Gleichwürdigkeit in wertschätzenden Bildern thematisiert.

Andreas Reeg wurde vielfach für seine sozialen Fotodokumentationen ausgezeichnet und fotografiert unter anderem für Der Spiegel, Die Zeit und Chrismon. Sein Fotobuch Menschen mit Down-Syndrom (Kehrer 2003) wurde mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet.

»Andreas Reeg hat uns über zwei Jahre bei unserer sozialarbeiterischen und ärztlichen Beziehungsarbeit mit von Armut betroffenen Menschen, speziell wohnungslosen Menschen, begleitet. Er hat selbst Beziehung im Sinne der Gleichwürdigkeit zu den betroffenen Menschen gelebt. Dies zeigt sich eindrucksvoll in der die Ausdruckskraft, der Ästhetik und Intimität der Porträts, die auf der Basis einer spürbar empfundenen Würde und eines liebevollen Respektes den fotografierten Menschen gegenüber entstanden sind. Ich danke Andreas, und nach vielen Gesprächen mit betroffenen Menschen auch in deren Namen, dafür sehr!« aus dem Text von Gerhard Trabert

»Stattdessen muss es mehr Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen geben, wie sie Gerhard Trabert als "Arzt der Armen" in vorbildlicher Weise leistet. Darüber hinaus sollte ein Richtungswechsel der Politik dafür sorgen, dass Armut, die man in einem reichen Land wie der Bundesrepublik als "strukturelle Gewalt" (Johan Galtung) bezeichnen kann, wirksam bekämpft und durch grundlegende Gesellschaftsveränderungen, wenn schon nicht beseitigt, dann doch zumindest stark reduziert wird.« aus dem Text von Christoph Butterwegge

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