Pressespiegel November 2023

„Mein Einsatz in Kenia“: Online-Tagebuch von Gerhard Trabert

(Allgemeine Zeitung, 28.10. – 7.11.2023)

Der Mainzer Mediziner war in Kisumu unterwegs, um Straßenkinder zu behandeln. Hier berichtete er von seinen Erlebnissen. Inzwischen ist er wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.

Online-Tagebuch mit täglichen Einträgen und Videomaterial:
https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/stadt-mainz/mein-einsatz-in-kenia-online-tagebuch-von-gerhard-trabert-2987746

Gerhard Trabert: Sozialer Praktiker, der ins Europaparlament will

(table media, 06.11.2023)

Egal, ob versichert oder nicht, Arzt Gerhard Trabert hilft in Mainz allen. Das ist seine Philosophie, getreu dem Motto: Die Menschenwürde ist unantastbar. Ausgerechnet 2024, im Jubiläumsjahr der mobilen Arztpraxis, könnte der 67-Jährige zum Europaparlamentarier werden.

Freitagmorgen, 10 Uhr in Mainz. Gerhard Trabert parkt sein Arztmobil vor einem Wohnungslosentreff. „Braucht hier wer was?“, fragt Trabert die Runde. Der eine braucht ein neues Medikament gegen zu hohen Blutdruck, ein anderer hat Schmerzen wegen eines vereiterten Zahns. Trabert bittet sie jeden ins Arztmobil. Der umfunktionierte Van des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland bietet alles, was ein Arzt auf der Straße braucht…

Ganzer Bezahl-Artikel:
https://table.media/europe/heads/gerhard-trabert-sozialer-praktiker-der-ins-europaparlament-will/

Engagierte kritisieren Asyl-Beschlüsse von Bund und Ländern

(Frankfurter Rundschau, 07.11.2023)

Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert, der mit seinem Verein „Armut und Gesundheit“ am Rand der Mainzer Altstadt eine Poliklinik für Unversicherte betreibt und für die Linke zur Europawahl kandidiert, hebt die gesundheitlichen Nachteile der Beschlüsse hervor. Denn wer Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezieht, hat nur Anspruch auf eine Notfallbehandlung bei akuter Erkrankung, bei Schmerzen sowie bei Schwangerschaft und Geburt. Chronische Erkrankungen blieben deshalb oft unbehandelt, so Trabert. Das sei jetzt schon ein großes Problem: Und es werde umso größer, wenn der Zeitraum, in dem die Menschen nur beschränkte Versorgung erhalten, von 18 auf 36 Monate verlängert wird – so wie es nun kommen soll.

Statt Verschärfungen bräuchte es einen Ausbau des medizinischen Angebots, so Trabert: Beispielsweise gebe es immer noch Kommunen, die Geflüchteten keine elektronischen Gesundheitskarten ausstellten – mit der Folge, dass die Menschen vor einer Behandlung in den Sozialämtern um Kostenübernahmescheine ersuchen müssen – bei Sachbearbeitenden, die oft „keinerlei medizinische Kompetenz“ hätten. Laut Trabert würden so immer wieder Krankheiten verschleppt – manchmal mit schwerwiegenden Folgen.

Ganzer Artikel:
https://www.fr.de/politik/engagierte-kritisieren-asyl-beschluesse-von-bund-und-laendern-92660606.html

Armutskonferenz kritisiert Pläne für Bundeshaushalt

(Ärzteblatt, 10.11.2023)

Die Nationale Armutskonferenz (nak) sieht angesichts der Haushaltsplanungen der Bundesregierung den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft sowie Millionen von Existenzen bedroht. Als Bündnis unter­schiedlicher Organisationen, Verbände und Initiativen sowie Menschen mit Armutserfahrungen setzt sich die nak seit 1991 für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung ein.

„Die soziale Ungleichheit in Deutschland ist inakzeptabel hoch“, kritisierte der renommierte Sozialmediziner Gerhard Trabert. Er befürchtet, dass die geplanten Kürzungen den wankenden sozialen Frieden im Land nach­haltig gefährden könnten. Statt „massiver Kürzungen bei sozialen Beratungs- und Unterstützungsleistungen“ will das Bündnis deshalb das Sozialwesen ausgebaut und gestärkt wissen.

Die dafür erforderlichen Maßnahmen hat die nak in einem Positionspapier gebündelt. Es empfiehlt unter an­derem, die Perspektive finanziell schlecht gestellter Menschen bei Haushaltsplanungen und Gesetzgebung stärker zu berücksichtigen sowie Betroffene aktiv in die Beratungen einzubeziehen.

Ganzer Artikel:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/147260/Armutskonferenz-kritisiert-Plaene-fuer-Bundeshaushalt

Positionspapier:

https://www.nationale-armutskonferenz.de/wp-content/uploads/2023/11/23-11-9-Armutskonferenz-zu-Haushalt.pdf

Tote, über die Gras wächst

(Süddeutsche Zeitung, 13.11.2023)

Auf einer Wiese, zwischen Müll und Autoreifen, werden die toten Flüchtlinge von Lesbos begraben. Zwei Menschen wollen das ändern, den Friedhof pflegen, den meist anonym Verstorbenen einen Rest Würde zurückgeben. Doch das ist gar nicht so einfach.

[…] An einem der ersten warmen Tage im März 2022 ist Fabiola Velasquez zusammen mit dem deutschen Sozialmediziner Gerhard Trabert hierhergekommen. […] Velasquez und Trabert suchen an diesem Tag auf der wildwüchsigen Wiese nach Grabplatten und Holzkreuzen, nach Buchstaben und Zahlen, nach Spuren von Lebensläufen. Und sie sind einigermaßen schockiert, dass sie das alles hier zwischen Sperrmüll, alten Reifen und einem Auto-Wrack suchen müssen. „Im Tod noch ausgegrenzt“, sagt Trabert. […] „Niemand verdient es, so begraben zu werden.“

Ganzseitiger Artikel zu unserem Projekt „Memorial to Humanity“:

https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/lesbos-migranten-fluechtlinge-tote-friedhof-griechenland-wiese-e405491/?reduced=true

Obdachlos und dann? – Gespräch mit Gerhard Trabert

(Kulturzeit, 15.11.2023)

Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen – vor allem wegen des starken Zuzugs von Menschen aus der Ukraine. Im Verlauf des Jahres 2022 waren in Deutschland demnach 607.000 Menschen wohnungslos, wie die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe mitteilte. Das waren im Jahresvergleich fast 60 Prozent mehr als im Jahr 2021, als 383.000 Wohnungslose gezählt wurden. Allerdings gäbe es bei der Entwicklung „deutliche Unterschiede“ zwischen deutschen und nicht-deutschen Menschen. Bei den deutschen Wohnungslosen ergab sich ein Anstieg von fünf Prozent, bei den nicht-deutschen um 118 Prozent. Letzteres sei „insbesondere auf die enorme Zunahme der Zahl wohnungsloser Geflüchteter, ganz besonders aus der Ukraine, zurückzuführen,“ erklärte die Bundesarbeitsgemeinschaft.

Als „wohnungslos“ werden in der Statistik auch solche Menschen gezählt, die in institutionellen Einrichtungen wie etwa Flüchtlingsheimen untergebracht sind. Seit Jahrzehnten engagiert sich der Sozialmediziner Gerhard Trabert für die medizinische Versorgung von Obdachlosen und in der Flüchtlingshilfe. Er ist Gründer und Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland. Der Professor für Sozialmedizin und Sozialpsychiatrie hatte 2022 für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert – und erwartungsgemäß gegen den Amtsinhaber Steinmeier verloren. Für soziale Themen sensibilisiert wurde er nach eigenen Angaben bereits im Kindesalter, wo er viel Zeit in einem Mainzer Waisenhaus verbrachte, in dem sein Vater als Erzieher arbeitete. Wir sprechen mit ihm über die steigende Obdachlosigkeit.

Videobeitrag ab Minute 08:55:
https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/kinderraub-im-namen-des-papstes-sendung-vom-15-11-2023-100.html

EU-Asylpolitik ist eine Katastrophe

(nd, 17.11.2023)

Gerhard Trabert zu seinem jüngsten Hilfseinsatz in Kenia, zur sozialen Not in Deutschland und warum es ihn ins EU-Parlament zieht.

Umfangreiches Interview:

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1177800.parteitag-in-augsburg-linke-politiker-trabert-eu-asylpolitik-ist-eine-katastrophe.html

Vortrag in Rüsselsheim über Armut und Gesundheit

(Main-Spitze, 29.11.2023)

„Dem Neuen begegnen, neugierig sein!“ – diesen Themenschwerpunkt haben sich die Rotarier in diesem Jahr gesetzt. Wie vielfältig das aussehen kann, hat sich bereits in den vergangenen Monaten gezeigt.

In dieser Woche beschäftigten sich die Mitglieder des Rotary Club Rüsselsheim-Mainspitze mit einem eher bedrückenden Thema. Eingeladen war Gerhard Trabert, Gründer und Erster Vorsitzender des Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland“. Er sprach darüber, dass Gesundheit ein Menschenrecht ist – oder vielmehr sein sollte. […]

Ganzer Plus-Artikel:

https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/vortrag-in-ruesselsheim-ueber-armut-und-gesundheit-3096824