Pressespiegel März 2024

Armut und Gesundheit: Mehr Risiken für Arme

(nd, 05.03.2024)

Berliner Kongress: Ungerechtigkeit in Gesundheitsfragen wird durch Klimawandel verschärft […]

In seinem Vortrag gab Lauterbach zu erkennen, dass ihm der Zusammenhang von ungleicher Vermögensverteilung und dem Leiden an den Folgen des Klimawandels durchaus geläufig ist. Der Minister präsentierte sein Wissen von einer neueren Studie, die bestätigt, dass Luftverschmutzung, unter anderem durch Feinstaub und Stickoxide, ein erhöhtes Risiko für Demenzerkrankungen mit sich bringt. Außerdem thematisierte er den Rückstand Deutschlands bei der Lebenserwartung im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten und monierte, dass dieses Thema zu wenig öffentlich diskutiert werde – nicht ohne zu erwähnen, dass einkommensschwache Menschen besonders viele Lebensjahre verlieren, verglichen mit wohlhabenderen.

Forschungsgelder für Long Covid, Hitzeschutzpläne und die Krankenhausreform brachte Lauterbach ebenfalls in seiner Ansprache unter. Was er nicht erklärte, war unter anderem, warum es in seinem Ministerium keine Arbeitsgruppe »Armut und Gesundheit« geben wird, für die sich im vergangenen Jahr der Sozialmediziner Gerhard Trabert eingesetzt hatte, auch mit Bezug darauf, dass ein solches Gremium von 2000 bis 2004 schon einmal existiert hatte. Offenbar scheinen dem Minister die geplanten Gesundheitskioske in den 1000 ärmsten Stadtteilen Deutschlands – eines seiner Projekte in dieser Legislatur – an dieser Flanke ausreichend.

[…]

Artikel:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1180521.soziale-gesundheit-armut-und-gesundheit-mehr-risiken-fuer-arme.html

Zentrale Ergebnisse des MOTRA-Forschungsverbundes zur Entwicklung von Radikalisierung, politischem Extremismus, Intoleranz und Gewalt 2021-2023 am 07.03.2024 auf der MOTRA-Jahreskonferenz in Wiesbaden vorgestellt

(Universität Hamburg, 15.03.2024)

[…] An der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Frau Prof. Dr. Ursula Birsl und Dr. Uwe Kemmesies moderiert wurde, nahmen als renommierte Wissenschaftler:innen neben Prof. Dr. Peter Neumann weiter Frau Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Diana Rieger und Prof. Dr. Gerhard Trabert teil.

Die Diskutanten verdeutlichten nachdrücklich die verschiedenen Effekte, welche die aktuellen Kumulationen von Krisenerscheinungen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Richtung auf ein nachlassendes Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen und eine Erosion der Bindungen an demokratische Strukturen und Entscheidungsprozesse mit sich bringen. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Auswirkungen dieser Entwicklungen und Belastungen nicht sozial gleich verteilt sind, sondern vor allem jene Menschen besonders hart treffen, die soziökonomisch benachteiligt bzw. von sozialen Vorurteilen an den Rand gedrängt werden. Diese gilt es im Rahmen von Unterstützung wie auch gezielter Prävention zu erreichen. Hervorgehoben wurde auch die Notwendigkeit einer weiteren Fortsetzung der  kontinuierlichen sorgfältigen Beobachtung und Analyse in diesem für unsere Gesellschaft zentralen Feld, um neuere Entwicklungen und Veränderung zu erkennen und geeignete Instrumente der Gegensteuerung entwerfen und in der Praxis umsetzen und dort auch evaluieren zu können.  

Die Präsentation der zentralen integrierten Ergebnisse des MOTRA-Forschungsverbundes kann hier heruntergeladen werden.

Ganze Pressemitteilung:
https://www.jura.uni-hamburg.de/die-fakultaet/aktuelle-meldungen/2024-03-15.html

Wer arm ist, ist kränker

(Frankfurter Rundschau, 18.03.2024)

Ist Deutschland ein gerechtes Land? Eindeutig nicht, wenn es nach vielen Expert*innen des diesjährigen Kongresses Armut und Gesundheit in Berlin geht. Menschen mit geringen finanziellen Mitteln leiden häufig unter ungesunden Lebensbedingungen und haben eine schlechtere medizinische Versorgung. Die Klimakrise verstärkt diese Ungleichheiten zusätzlich. […]

Warum das so wichtig ist, wird besonders deutlich, wenn man Menschen zuhört, die keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Einer von ihnen war Alexey Prokaev. Er musste seine Heimat Russland verlassen, weil er dort als Oppositioneller nach Putins Angriff auf die Ukraine nicht mehr sicher war. […] Dank seiner kämpferischen Natur gelang es ihm mit Hilfe verschiedener Organisationen, die Wartezeit zu überbrücken. Nach etwa einem Jahr bekam er, unterstützt von der Clearingstelle Berlin, endlich einen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz. […]

„Sie haben mein Leben gerettet. Ich bin ein Glückspilz, dass ich durch meine Sprachkenntnisse und meine Offenheit erfolgreich kommuniziert habe. Aber ich musste kämpfen“, so Alexey Prokaev. Eine Erfolgsgeschichte, die gleichzeitig deutlich macht, dass Gesundheitsversorgung nicht von Hilfsorganisationen abhängen darf. Dem stimmt auch Nele Wilk vom Verein Armut und Gesundheit zu: „Wir dürfen nicht die Tafeln der Gesundheitsversorgung sein.“

Ganze Pressemitteilung:

https://www.aerztederwelt.org/unsere-projekte/europa/deutschland/armut-krankheit-klimawandel

Mit Herz und Hand. Mitgefühl in der Gemeinschaftsarbeit

(Mit anderen Worten, 27.03.2024)

In der Episode „Mit Herz und Hand – Mitgefühl in der Gemeinschaftsarbeit“ spricht Maja Ellmenreich mit Schwester Klarissa Watermann und dem Sozialmediziner Gerhard Trabert über ihre Arbeit mit wohnungslosen und geflüchteten Menschen. Es geht um Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und die Umsetzung in konkrete Taten. Erfahren Sie, warum die persönliche Begegnung den beiden so wichtig ist und woher unsere Gäste die Kraft nehmen, sich so hingebungsvoll anderer Menschen anzunehmen.

Podcast mit Transkript:

https://mit-anderen-worten.podigee.io/1-mit-herz-und-hand

Der „Arzt der Armen“, Gerhard Trabert, will ein neues Fach an Schulen einführen. Gerade in Deutschland sei es dringend notwendig.

(t-online, 30.03.2024)

[…] Gerhard Trabert, fordert die Einführung eines neuen Schulfachs in Deutschland: Geht es nach ihm, soll in Zukunft das Fach „Gesundheit“ genauso gelehrt werden wie Mathe, Deutsch oder Kunst.

„Das Fach gehört in den Schulunterricht, sowohl in der Grundschule als auch in den weiterführenden Schulen“, sagte Trabert t-online. Der Schritt sei „längst überfällig“, das deutsche Schulsystem könne so Vorreiter in Europa werden. „Die Vernachlässigung dieses wichtigen Themas durch die politisch Verantwortlichen ist nicht hinnehmbar und hat gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen.“ […]

Ganzer Artikel:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100374972/linke-kandidat-gerhard-trabert-fordert-neues-schulfach-gesundheit-.html