Minifestival „Nie wieder ist jetzt!“ am 4.8.24

Rechte Politik, Rechtspopulismus und Rassismus schadet Menschen.
Unsere Klient*innen und Patient*innen – wohnungslose, geflüchtete, kranke und finanziell benachteiligte Menschen – müssen das allzu oft am eigenen Leib erfahren.

Und doch erstarkt die Neue Rechte in Deutschland. Rassismus und Rechtsextremismus sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Angriffe auf wohnungslose und geflüchtete Menschen nehmen stetig zu, die Empörung bleibt meist aus.
Dennoch haben die enormen Proteste nach dem Bekanntwerden der Remigrations-Fantasien von rechtsextremen AfD- und CDU-Mitgliedern und das Entsetzen nach den Sylt-Videos gezeigt: So geht es nicht. Wir sind mehr, und wir sind laut!

Daran wollen wir anknüpfen, und freuen uns sehr, gemeinsam mit der Konzertagentur Musikmaschine im Rahmen des „Fenster zum Hof“-Open Air 2024 unser “nie wieder ist jetzt”-Minifestival ankündigen zu dürfen.

Neben einem großartigen künstlerischen Programm werden sich auch verschiedene Organisationen auf der Bühne und dem Gelände präsentieren und erklären, wie man sich konkret gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung positionieren und engagieren kann, wie man rechtspopulistische Stammtisch-Parolen am besten entkräftet oder was man tun kann, wenn man einen menschenfeindlichen Vorfall beobachtet.

Hier das Programm:

MARLO GROSSHARDT

Eine laute, dynamische, aber auch gefühlvolle Band, die all ihr Herz jeden Abend auf der Bühne lässt. Um Marlos rauer Stimme und bewegende Texte zu untermalen, wechselt die Band von Lied zu Lied das musikalische Besteck. Laute Bläser und Streicher gehen in tanzbare Rhythmen über:
Eine Reise voller berührender, musikalischer Geschichten mit Hoffnung und Dystopie, aber auch zum Tanzen – immer mit intelligenten Texten und gerne auch ein wenig provokant. Im Januar dieses Jahres brachte Marlo Grosshardt mit “Ein Spiel” (feat. piya) eine zum Nachdenken anregende Single heraus, im Zuge dessen er auch für Sea-Watch eine Spendenkampagne organisierte.

KAH

Klingt amerikanisch, singt Folk-Songs über das eigene Coming Out, Liebe, Gesellschaft und Familie, und erinnert an große Stimmen wie Joni Mitchell oder Dolly Parton: KAH steht für Unabhängigkeit, zelebriert ihre Liebe zur Musik und verpackt Sehnsucht und Freiheit in Melodien, Gefühle und Gedanken in Töne und Botschaften und Ansichten in Songs, die aus der Seele kommen und ins Herz gehen – egal von welchem Standpunkt aus man sie betrachtet.

STROM & WASSER (MIT HEINZ RATZ)

Ein anarchistisches Feuerwerk voller Humor und Improvisationsfreude: Da wird munter von Walzer zu Punk, von Tango zu Polka gewechselt und das Publikum in ein höchst unterhaltsames Wechselbad aus Lachen und Betroffenheit, Tanzlaune und Poesie geführt. Auch politisch höchst energiegeladen: Denn Heinz Ratz, Sänger und Bassist der Band, zeigt seit vielen Jahren, dass Musik nicht nur kommentiert, sondern ein Mittel zur Einmischung sein kann: So erfand Ratz den „moralischen Triathlon“, bei dem er 1000 km für Obdachlose zu Fuß durch Deutschland lief, 1000 km für den Artenschutz durch deutsche Flüsse schwamm und 7000 km mit dem Rad zugunsten einer gerechteren Flüchtlingspolitik unterwegs war.

RAINERS LIEDERMACHER

Der Kampf um Frieden, gegen Rechtsextremismus und soziale Ungleichheit ebenso wie Globalisierungs- und Umweltdebatten: Die Band setzt ein entschieden politisches Ausrufezeichen in Zeiten, in denen es wieder Menschen braucht, die aufstehen und Gesicht zeigen. Die Bandmitglieder verstehen sich als musikalische Begleiter einer neuen Protestbewegung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website, dem Facebook- oder Instagramprofil der Musikmaschine.

Seien Sie Teil einer lauten, großen, starken Bewegung, die sagt: Nie wieder ist jetzt!
Kommen Sie am 4. August in den Innenhof des Landesmuseums
… lauschen, singen und tanzen Sie,
… erfahren Sie, wie Sie sich wirkungsvoll gegen Rechts einbringen können
… und feiern Sie mit uns Freiheit, Toleranz, Vielfalt und Demokratie!