Schwanger und ohne Krankenversicherung: Versorgung bleibt vielerorts unsicher

Der Evangelische Pressedienst (epd) hat über die Situation schwangerer Frauen ohne Krankenversicherung recherchiert und dabei auch unsere Arbeit vorgestellt. Der Beitrag zeigt: Trotz Versicherungspflicht leben in Deutschland weiterhin Zehntausende Menschen ohne Krankenversicherung, darunter auch viele Schwangere.

Am Beispiel einer unserer Patientinnen wird deutlich, wie prekär die Situation sein kann: Ohne Aufenthaltsstatus oder ausreichenden Versicherungsschutz fehlen häufig Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen, medizinischer Begleitung und finanzieller Absicherung rund um die Geburt. Das kann erhebliche gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind bedeuten.

Unser Verein unterstützt schwangere Frauen ohne Versicherungsschutz in Mainz durch Beratung, medizinische Vermittlung und – wenn möglich – die Organisation der Kostenübernahme. In einigen Fällen greift ein kommunales Modell, bei dem die Stadt mit Geburtskliniken eine Pauschale für Geburten nichtversicherter Frauen vereinbart hat. Dieses Modell ist jedoch begrenzt und gilt nur für einen kleinen Personenkreis.

Bundesweit fehlt weiterhin eine einheitliche Lösung. Statt verlässlicher Absicherung besteht ein Flickenteppich aus kommunalen Einzelregelungen, Projekten und ehrenamtlichen Strukturen. Fachverbände und Kommunen fordern deshalb seit längerem gesetzliche Regelungen, die allen Menschen Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen, unabhängig vom Versicherungsstatus.

Schwangerschaft und Geburt dürfen nicht vom Versicherungsstatus abhängen. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht – auch für Schwangere ohne Krankenversicherung.

Hier können Sie den ganzen Artikel lesen:
https://evangelische-zeitung.de/schwanger-und-ohne-krankenversicherung/

Vielen Dank an Herrn Baas für den Text und Tim Wegner für die Fotos!