Unsere Hilfsprojekte in der Ukraine

Medizinische Hilfe an der polnisch-ukrainischen Grenze in Przemyśl und Korczowa

Ende Februar bis Mitte März 2022 waren wir mit einem Team vor Ort an der polnisch-ukrainischen Grenze und haben Flüchtende medizinisch versorgt. Nachdem sie zuerst im improvisierten Auffanglager in Przemyśl medizinische Versorgung im „mobilen Sprechzimmer“ des Kinderarztmobils angeboten hatten, wechselten sie einige Tage später in eine Halle in Korczowa, in der verschiedene internationale Hilfsorganisationen zusammenarbeiten. Dort übernahmen sie die Nachtschichten.

Einen ausführlichen Bericht über den Hilfseinsatz und weitere Fotos finden Sie hier.

Teamfoto_Ukraine_Arztmobil

Reise nach Lviv, Kyiv, Butscha, Vyschgorod und Irpin

Im Mai 2022 war der erste Vorsitzende Prof. Dr. Trabert eine Woche lang selbst im Land, um verschiedene Einrichtungen wie Kliniken, Versorgungsinitiatien und Unterkünfte für Flüchtende zu besuchen.
Er überreichte Hilfsgüter, ermittelte weitere Hilfsbedarfe und initiierte zukünftige Kooperationen.
Begleitet wurde er dabei von Gregor Gysi und Michael Schlick.

Weitere Details über die Stationen und Eindrücke seiner Reise haben wir hier zusammengefasst.

Andauernde Kooperationen

So konnten wir über die letzten Monate einige gute Kooperationen eingehen und können auch ohne eigenes Team vor Ort weiterhin aktiv sein:

  • Die Suppen-/Armenküche in Lviv/Lemberg, die wir bereits seit über 10 Jahren unterstützen, nimmt aktuell auch Flüchtende auf. Deshalb übernehmen wir für sie nun einen Teil der laufenden Kosten und liefern regelmäßig Hilfsgüter (hauptsächlich Medikamente und Verbandmaterial).
  • Zwei Klöster an der polnisch-ukrainischen bzw. rumänisch-ukrainischen Grenze, unterstützen wir ebenfalls finanziell bei ihren Ausgaben für Flüchtende, die auch dort vorübergehend aufgenommen werden.
  • Dem „Verband der Köche der Ukraine“, der Schulen, Kindergärten, Heime, etc. in vielen Städten mit Essen beliefert, überweisen wir monatlich Geld für den Einkauf von Lebensmitteln und stehen in engem Austausch.
  • Dem Zentralkrankenhaus in Vyschgorod hat Prof. Dr. Trabert ein Dermatom und weiteres medizinisches Equipment gebracht. Damit wurde es dem Klinik-Team ermöglicht, Eigenhauttransplantationen durchzuführen, was bei Verletzungen und Verbrennungen häufig nötig und für eine gute Genesung sehr wichtig ist. Von den Geräten wird reger Gebrauch gemacht, wie der Oberarzt uns kürzlich berichtet und mit Fotos (s.u.) belegt hat.
  • Eine Klinik in Butscha, die Prof. Dr. Trabert auch besucht hat, unterstützen wir finanziell beim Aufbau eines neuen OP-Saals. Unter anderem konnten sie durch unsere Hilfe einen mobilen Röntgenbogen anschaffen sowie eine neue OP-Lampe.
  • Für unseren Partnerverein Cadus e. V., der vor Ort mit einem Arztmobil unterwegs ist, haben wir ein mobiles Beatmungsgerät gekauft.
  • In Kooperation mit der Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene konnten wir einer Klinik in Kyiv zwei Geräte zur Versorgung von Neugeborenen schicken. Weitere Kliniken sollen ebenfalls mit Geräten beliefert werden.
  • Und für krisenchat, einem niedrigschwelligen kostenlosen Chatangebot für junge Menschen zur psychosozialen Krisenintervention, unterstützen wir den ukrainischsprachigen Dienst finanziell.

Unser Ziel ist es, diese Projekte so lange wie nötig weiterlaufen zu lassen.
Denn gerade in unberechenbaren Krisenzeiten wie diesen ist es für die Betroffenen natürlich besonders wertvoll, wenn sie nicht nur einmalig unterstützt werden. Wir wollen unseren Kooperationspartner:innen gerne beständige Hilfe zusichern können.

Jede Spende mit dem Betreff „Ukraine“ kann also weiterhin gut gebraucht werden und wird unzähligen Menschen zugutekommen.
Unsere Kontoverbindung sehen Sie unten.

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Spendenkonto: Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Mainzer Volksbank | Konto-Nummer: 191 90 18
BLZ: 551 900 00 | IBAN: DE24 5519 0000 0001 9190 18 | BIC: MVBMDE55